Mind4Body - 2017

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Migrant women’s life improvement through body oriented approach (MIWOLIMBO) alias "Mind4Body"

Fünf Organisationen aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Türkei haben unter der Leitung von Eubikus zwischen November 2015 und Dezember 2017 eine internationale strategische Partnerschaft in der Erwachsenenbildung aufgebaut, gefördert durch das EU Programm Erasmus+.

Der Ausgangspunkt dieses Projektes lag in der schwierigen Lebenssituation von Migrantinnen, gekennzeichnet durch ein hohes Armutsrisiko und eine schwache finanzielle Position. Diese geht häufig mit mangelndem Selbstvertrauen und einem negativen Wohlbefinden einher. Das primäre Ziel des Projektes lag entsprechend in der Verbesserung der Lebensqualität von Migrantinnen. Ansatzpunkt hierfür war ein Empowerment-Prozess für Migrantinnen selbst, so dass diese sich ihrer Potentiale bewusster wurden und mehr Selbstvertrauen erlangen konnten.

Dies sollte die Basis bilden sowohl für mehr emotionales Wohlbefinden als auch für eine Annäherung an den Arbeitsmarkt.

Die fünf Projektpartner bündelten ihre Expertise in den drei inhaltlichen Bezugspunkten - Interkulturalität, Frauen-Empowerment und dem körperbezogenen Ansatz - um ein geeignetes Angebot der Erwachsenenbildung zu entwickeln und zu implementieren.

Um diese Ziele umzusetzen wurde zunächst das Konzept eines körperorientierten Trainings für Frauen mit Migrationshintergrund entwickelt. Dieses erhielt den Namen „mind4body“ und besteht aus einem aktiven Programm von sieben Schritten hin zu mehr Empowerment und Selbständigkeit. Gleichzeitig wurde eine Ausbildung für Trainerinnen entwickelt und durchgeführt, mit der das lehrende Bildungspersonal der beteiligten Partner mit allen nötigen Kompetenzen ausgestattet wurde, um das mind4body-Training realisieren zu können.

Anschließend haben die Partner das mind4body-Training für Migrantinnen vor Ort erprobt und evaluiert. Wo nötig wurde das Konzept angepasst. Weitere Trainings wurden durchgeführt und im Angebot der Partner verankert. Hierbei stellte die Zusammenarbeit mit lokalen Migranten-Selbsthilfeorganisationen einen wichtigen Faktor beim Erreichen der Zielgruppe dar.

Hierauf aufbauend haben die Projektpartner diverse Aktivitäten entwickelt, um den körperorientierten Ansatz zu verbreiten (Veröffentlichungen, Newsbriefe, Multiplier-Events, Präsentationen). Außerdem hat das Projektteam verschiedene Outputs erstellt, um die Ergebnisse zu dokumentieren und zu vervielfältigen:

Die Evaluation des Trainings wies die große Wirkung dieses innovativen körperorientieren Ansatzes nach: Die kommunikativen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmerinnen haben sich deutlich erweitert. Sie empfinden mehr emotionelles Gleichgewicht, Energie und Motivation und haben ein besseres soziales Netzwerk. Sie haben mehr Selbstbewusstsein entwickelt und ihre eigenen Stärken und Potentiale besser kennen gelernt. Auf dieser Basis haben die Teilnehmerinnen ihre Position am Arbeitsmarkt verbessern können und Schritte unternommen, ihr Leben zu selbst in die Hand zu nehmen.

Die Resonanz auf die Projektergebnisse ist sehr positiv, der Ansatz wird bereits von anderen Organisationen und Lehrenden aufgegriffen und genutzt. Insgesamt hat unser Projekt zu einer höheren Sensibilität für die Situation und die Bedürfnisse von Migrantinnen beigetragen.

Projektwebseite:        www.mind4body.info

Projektleitung:           Eubikus ewiv, Regina Rauw, r.rauw@eubikus.eu

Projektpartner:          IKF - Interkulturelles Forum Fulda e.V. (Deutschland)

                                        A.RE.S. Campobasso (Italien)

                                        Izmir Governorship (Türkei)

                                        Stichting Tour, Rotterdam (Niederlande)

Projektlaufzeit:          November 2015 bis Dezember 2017

Projektnummer:        2015-1-DE02-KA204-002354

Dieses Projekt wurde gefördert durch Erasmus+, das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa.