ICUDRIVING - 2014

Leonardo da Vinci Lernpartnerschaft 2012 - 2014 [DE - AT - TR - ES - IT - PL]
Mittlerweile müssen Menschen über fachliche Qualifikationen hinaus in ihren Berufen auch in der Lage sein, sich auf internationalem Parkett sicher zu bewegen. Dies betrifft ebenso Verhalten im Inland gegenüber anderen Kulturen aus dem Ausland wie den sicheren Umgang als Ausländer in einem anderen Land. Diese Qualifikation ist als „Interkulturelle Kompetenz“ inzwischen bekannt. Sie beschreibt die Fähigkeit, beispielsweise die Bedeutung der eigenen Kultur, individueller oder nationaler Identitäten zu reflektieren und in ihrer besonderen Bedeutung im interkulturellen Kontext präsent zu haben. Interkulturelle Kompetenz beinhaltet auch die Fähigkeit zur bewusster Kommunikation mit Menschen anderer Kulturen und geht über das Beherrschen fremder Sprachen hinaus. Menschen, die bereits mit mehreren Kulturen großgeworden sind, oder auch gelernt haben, sich in andere Kulturen zu integrieren, lernen durch ihre ganz besondere Sozialisation, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Diese Fähigkeit gilt es zu fördern und sie als berufliche Qualifikation und Potenzial neben Fähigkeiten wie Führungsstil, Personalführung oder Teamfähigkeit zu zertifizieren. Das Projekt „Interkultureller Führerschein“ hat einen Austausch von Expertinnen und Experten zum Ziel, die sich über eine Partnerschaft von zwei Jahren über die wesentlichen Kriterien interkultureller Kompetenzen austauschen und Möglichkeiten zu deren Förderung, Feststellungsverfahren, Zertifizierung und Implementierung in europäische Qualifikationsrahmen austauschen möchten. Als Grundlage für dieses Projekt dient ebenso das seit 2004 EU-geförderte Projekt CEMES, das Tests zu fachliche Kompetenzen verschiedener Berufe erfolgreich entwickelt und in vielen Ländern Europas durchführt, beziehungsweise transferiert und entwickelte. Es soll untersucht werden, ob und wie mit Hilfe des IKT- gestützte Verfahren auch Interkulturelle Kompetenz sich feststellen lässt.